Das Brett das für viele Boarder heute die Welt bedeutet, hat im Laufe der Jahre quer durch alle Altersgruppen an Beliebtheit gewonnen. Die Weichen für diesen Sport stellte bereits Anfang des 20. Jahrhunderts der Österreicher Toni Lenhardt mit der Erfindung des „Monogleiters“ als Vorläufer des Snowboards.
Vom Trend zur etablierten Sportart
Die Wurzeln des Snowboards liegen ursprünglich im Surfsport. Erste Ambitionen das Surfen auf die Piste zu übertragen zeigte in den Sechziger Jahren der Amerikaner Sherman Popper, der das Urmodel des heutigen Snowboards mit Namen „Snurfer“ entwickelte. Erst Mitte der Siebziger Jahre, als die Snowboardpioniere Jake Burton und Tom Sims das Patent für dieses noch in den Kinderschuhen steckende Sportgerät erwarben, gelangte das erste Snowboard auf den Markt. Ab diesem Zeitpunkt ging die Entwicklung des Snowboards rapide voran und erlebte Anfang der Neunziger einen regelrechten Boom. Besonders die jüngere Generation entdeckte das Snowboard als Alternative zu den altbekannten Skiern. Dank der hohen Popularität und der raschen Weiterentwicklung des Snowboards kam es bald zur Gründung der ersten Dachverbände und –organisationen wie zum Beispiel der European Snowboard Association, International Snowboard Federation oder der Austrian Snowboard Association. Im Jahr 1998 war Snowboarden erstmals als Disziplin bei den Olympischen Spielen vertreten.
Snowboarder in Österreich
Zeitgleich mit dem allgemeinen Boom Anfang der neunziger Jahre hat das Snowboarden als Wintersportart auch auf den österreichischen Pisten Einzug gehalten und findet heute quer durch alle Altersgruppen Anklang. Zu Beginn auf den Pisten wenig akzeptiert, findet man heute ein friedliches Klima zwischen Skifahrern und Snowboardern in den Skigebieten.
Die verschiedenen Snowboard-Contests sind das Highlight einer jeden Wintersaison und werden jedes Jahr aufs Neue sehnsüchtig von den Snowboardern erwartet. Eines der größten Freestyle Snowboard-Festivals in Europa ist das Air & Style, bei dem jährlich internationale Größen aus der Snowboardwelt ihr Können unter Beweis stellen. Nach kurzem Intermezzo in München findet der Air & Style Contest 2008 wieder in der Gründungsstadt Innsbruck statt.
Hightech unter den Füßen
In der kommenden Wintersaison startet der Snowboardhersteller Burton mit dem Infinite Channel SystemTM, einer innovativen Weiterentwicklung des herkömmlichen Dreiloch-Bindungsmontagesystems, durch. Anstelle der drei Löcher findet man bei diesem Montagesystem zwei einfache Schlitze am Board, in denen Bindungsabstand und -winkel unbegrenzt verstellt werden können. Das Infinite Channel System, kurz ICS, bietet Snowboardern unbegrenzte Einstellmöglichkeiten und damit die Freiheit, ihre Bindungsposition exakt und leicht an die unterschiedlichsten Fahrbedingungen anzupassen.
Dieses Montagesystem ist mit allen Burton Bindungen kompatibel. Um diese Technologie optimal nutzen zu können, hat Burton ESTTM (Extra Sensory Technology), eine komplett neue Bindung speziell für die Anforderungen der Boards mit ICS, entwickelt. Mit EST hat Burton die Bindungstechnologie im Snowboardbereich revolutioniert. Sie bewirkt eine nahtlose Verbindung zwischen Snowboardboot und Board und wirkt sich in komfortablem, flüssigem und kontrolliertem Fahrverhalten aus. Die durchgehend gepolsterte, sehr reaktionsfähige Platte ersetzt die ursprünglich verwendete Baseplate.
Die Kombination eines ICS-Boards mit einer EST-Bindung garantiert dem Fahrer die bisher nahtloseste Verbindung zwischen Board und Bindung und bringt deshalb zahlreiche Vorteile wie ein hohes Maß an Flexibilität bei der Bindungseinstellung, besseres Boardfeeling, sowie damit flüssigeres und kontrolliertes Fahrverhalten.